Denken vs. Machen

Widerstand

Seit einigen Monaten beobachte ich ein interessantes Phänomen: mit dem Machen wächst automatisch der Respekt für das Machen anderer. Ich beschreibe hier, wie es dazu kommt.

Ich habe gemerkt, dass die Vertiefung in Beschwerden über die Außenwelt (Menschen, Situationen, Wetter, etc.) nur ein Zeichen fehlender Aktion ist.

Warum sage ich das? Lass mich kurz erklären, woher ich das hole.

Nichts tun bedeutet automatisch Widerstand, das Blockieren der Ausdruckskraft. Stimmst du mir hier zu? Wir sind Wesen, die Bewegung brauchen und leben in einer Welt in der Bewegung (impliziert Veränderung) eine der wenigen Konstanten ist. Sich dem entgegenzusetzen heißt blockieren.

Nichts tun ist also ein Widerstand. Alles bleibt in Gedankenform in unserem Kopf. Das macht uns unerfüllt, denn wir bringen unsere Vision und unsere Energie nicht in Bewegung. Alles ist eine Hypothese in der Gedankenwelt. Und hier ist der Fehler. Wir denken wir wissen “wie es wäre wenn. . . ” während wir über etwas nachdenken, aber das wissen wir nicht. “Ich weiß, wie es wäre in den Amazonas zu springen, denn ich kann es mir vorstellen.”, “Ich weiß, wie es ist dieses Mädchen oder diesen Jungen zu küssen, denn ich kann es mir vorstellen.” Das können wir aber nicht wirklich und ich bin sicher, dir fällt ein Beispiel aus deinem Leben ein, als das TUN ganz anders war als das DENKEN darüber.

Nur allein im Kopf können wir nicht einschätzen, wie wir auf bestimmte Dinge reagieren werden, wie sehr uns etwas Spaß machen wird usw. Wer nur in seinem Kopf lebt, verpasst die Welt und die Realität in der er lebt und alle Gefühle, die so entstehen basieren auf virtuelle Bilder. Im DENKEN zu bleiben erzeugt Frustration.

Aus dem Zustand der Frustration gibt es zwei Auswege: man übernimmt die Verantwortung für sein Leben oder man sucht außerhalb von sich selbst nach Gründen, warum man nicht da ist, wo man sich wünscht zu sein, also warum man nicht handelt.

Wenn man sich für die zweite Variante entscheidet landet man bei der vorherigen Aussage: Beschwerden über die Außenwelt sind nur ein Zeichen der fehlenden Aktion. Mein Mangel an Handlung und Verantwortung verwandelt sich in Beschwerden.

Wenn man in seinen Gedanken gefangen bleibt und nicht handelt wird man einen Grund außerhalb von sich selber suchen, warum man noch nichts tut. Das wirkt wie eine Berechtigung für die fehlende Handlung. Es wird immer etwas zu kritisieren geben an dem, was andere machen, denn man kann nicht wissen, was das für eine Überwindung und Arbeit ist sich zum Ausdruck zu bringen. Jeder Fehler, den man bei anderen findet gibt eine temporäre Befriedigung für die Haltung des Nicht-Handelnden. Man verstärkt die unehrliche Argumentation, warum es besser ist weiterhin nichts zu tut.

Wenn man sich entscheidet zu handeln, heißt es gleichzeitig man übernimmt die Verantwortung für den Zustand der Dinge, egal welche diese sind. Während allein das Denken über Möglichkeiten nur Hypothesen erzeugt, gibt dir das TUN konkrete Antworten. Das, was du tust wird deine Fragezeichen beseitigen.

Außer, dass dein TUN, sei es auch ganz klein, eine Welle von Gefühlen der Zufriedenheit, Motivation und Freude geben wird, gibt es noch einen anderen Effekt: du hörst automatisch Schritt für Schritt auf, dich über Dinge von außen zu beschweren. Du erkennst die Macht deines Handelns und wirst von ihr geführt.

Motivation kommt durch MACHEN nicht durch DENKEN.

Es wird sogar noch besser: Dein eigenes TUN wird dir bewusst machen, was das TUN anderer bedeutet. Du wirst diesem wunderbaren Gefühl der Bewunderung für das, was andere machen, anstelle der Beschwerden über die Außenwelt begegnen. Warum? Weil du in dir verstehen wirst, was das TUN alles impliziert:

  • sich aus der Komfortzone trauen,
  • Entscheidungen treffen,
  • sich verletzlich machen,
  • sich selbst konfrontieren,
  • sich selbst hinterfragen
  • sich finden,
  • sich zum Ausdruck bringen
  • sich zeigen, etc.

Und hier ist die Besonderheit: du wirst Bewunderung nicht nur für das fühlen, was dir persönlich als Aktion bei anderen gefällt, sondern auch einfach für Dinge, die nicht unbedingt deinen persönlichen Geschmack treffen. 
Wenn du dein TUN aktivierst lernst du die Schritte davor kennen und weißt, was sie bedeuten. Du fängst an immer mehr die Kraft in den Menschen zu entdecken, die schon so viel auf die Beine gestellt haben. Du wirst dich für das freuen können, was andere machen, denn du weißt, wie großartig die Energie dahinter ist.

Jeder Mensch, der das kleinreden möchte, was andere konstruieren, macht das nur um seine eigene Entscheidung des ”Nichts Tun’s” zu genehmigen. Nimm das also nicht persönlich und mache es auf keinen Fall zu dem Grund, warum du aufhörst etwas, das du fühlst zu TUN.

Ein Mensch, der es aus dem DENKEN ins TUN geschafft hat, ist einer, der sich auf eine unbeschreiblich bereichernde Selbstfindungsreise begibt. Dieser Mensch wird lebendig und echt und er findet immer ermutigende Worte für andere. Er lebt in der Freude der erfüllten, natürlichen Genetik des Menschen: sich zum Ausdruck zu bringen und zu erschaffen.

Wie viele von deinen Gedanken und von deinen Fragezechen im Kopf finden eine Antwort im Machen?

Ich hoffe dieser Text inspiriert dich dazu die Gedanken, die du über Dinge hast, die du gerne machen würdest, in kleinen Schritten zu Handlungen werden zu lassen.

Schaue, was dann passiert. Wie fühlst du dich und wie ist deine Energie?

Inspiration

Baue nicht auf, baue ab!

Baue nicht auf, baue ab!

Der schnellste Weg zu Leichtigkeit: den Stolz für wie schwer man es hatte und wie stark man dabei war loslassen!